Weihbischof Georg Weinhold +

Georg Weinhold

Unser Weihbischof Georg Weinhold, der so oft mit uns in Stolpen die Heilige Messe feierte, ist am Abend des 10.Oktober 2013 gestorben. Wir denken an ihn in Dankbarkeit und werden ihn sehr vermissen. Weihbischof em. Georg Weinhold wurde 1973 zum Bischof geweiht und war damit einer der dienstältesten katholischen Bischöfe in Deutschland. Er erlebte in seine Amtszeit die friedliche Revolution und die deutsche Wiedervereinigung. Bis zuletzt leitete er als Domdekan das Domkapitel St. Petri, eines der wichtigsten Leitungsgremien des Bistums.

Zur Person – Weihbischof Georg Weinhold

Am 28. November 1934 in Zittau (Lausitz) geboren, blieb Georg Weinhold seiner Heimat stets eng verbunden und freute sich, wenn er mit seinem Gegenüber im heimischen Dialekt sprechen konnte. Er studierte Theologie in Erfurt und Neuzelle und wurde am 19. Dezember 1959 durch Bischof Otto Spülbeck im Petridom zu Bautzen zum Priester geweiht. Als Kaplan war er in Kamenz (1960-1965) und in Leipzig-Connewitz (1965-1968) tätig.

1968 wurde er zunächst Pfarrvikar, später dann Pfarrer in Dippoldiswalde. 1971 berief ihn Bischof Gerhard Schaffran als Ordinariatsrat in die Bistumsverwaltung. Am 5. Juli 1973 wurde er zum Titularbischof von Idicra und Weihbischof im Bistum Meißen ernannt und am 8. September 1973 durch Bischof Gerhard Schaffran zum Bischof geweiht. Er war damit der erste und bislang einzige Weihbischof seit Wiedererrichtung des Bistums Meißen 1921. Sein Wahlspruch lautete: “Zum Lob Seiner herrlichen Gnade”. Dieser Satz brachte den Dank für die Gnade der Berufung zum Bischofsamt zum Ausdruck. 1976 wurde Weihbischof Georg Weinhold ins Domkapitel berufen. Seit 1990 leitete er dieses Gremium als Domdekan des Domkapitels St. Petri zu Dresden. 1997 berief ihn Bischof Joachim Reinelt zum Generalvikar des Bistums Dresden-Meißen. Sieben Jahre lang übte er dieses Amt aus. In der Deutschen Bischofskonferenz arbeitete er in der Kommission für Geistliche Berufe und kirchliche Dienste mit und leitete darin die Arbeitsgruppe “Institute des geweihten Lebens”.

Am 22. August 2008 nahm Papst Benedikt XVI. das Rücktrittsgesuch von Weihbischof Georg Weinhold an und entpflichtete ihn von seinen Aufgaben. Im September hatte er noch mit zahlreichen Gästen sein 40-jähriges Bischofs-Weihejubiläum feiern können.

Sein Humor, seine Bodenständigkeit und sein unkompliziertes Zugehen auf die Menschen, besonders aber seine leidenschaftliche Art, für Gott und den Glauben zu werben, werden den Gläubigen des Bistums stets im Gedächtnis bleiben.