Gertrud von Helfta- Namenspatronin

Gertrud von Helfta ist Namenspatronin unserer katholischen Kirche „St. Gertrud“ Neustadt in Sachsen

Am Samstag, dem 16.November 2019 feiern wir 17:00 Uhr zur Hl. Messe, das Patronatsfest.
Helfta ist heute ein Stadtteil von Eisleben in Sachsen.
Gertrud von Helfta wurde am 06.01.1256 in Thüringen geboren. Über ihre Eltern ist nichts bekannt. Im Alter von 5 Jahren kam sie zur Erziehung ins Kloster Helfta. Das Kloster Helfta ist ein Zisterzienserinnen-Kloster.
Unter der Äbtissin Gertrud von Hackeborn und ihrer jüngeren leiblichen Schwester, der

Novizenmeisterin Mechthild von Hackeborn erhielt Gertrud eine gründliche solide humanistische und theologische Ausbildung. Sie nahm 20 Jahre lang alle Möglichkeiten, die das Kloster ihr bieten konnte an und wurde selbst Nonne. Schon von früher Jugend an wurde sie von vielen Krankheiten heimgesucht. Ihr Lerneifer war so groß, dass sie bald Latein lesen und schreiben konnte und sie eine Zeit lang fast völlig ihre Pflichten als Nonne vergaß.
Die Ordenspflichten wurden ihr manchmal sogar zur Qual, aber sie erkannte, Wissen allein ohne die Gnade Gottes, macht nicht selig.
Im Advent 1280 hatte sie eine Vision. Fast zu gleicher Zeit wurde sie wegen ihrer Güte und ihres großen Einfühlungsvermögens Äbtissin.
1289 berichtete sie über ihre mystischen Erlebnisse und begann sie aufzuschreiben. Die Schriften, die in gewandtem Latein geschrieben sind, zeugen von ihrer glühenden Gottesliebe.
Sie ergänzte auch die Schriften der aus dem Kloster Helfta hervorgegangenen beiden Mechthilden und der Äbtissin Gertrud von Hackeborn.
Gertrud ist die einzige deutsche Heilige mit dem Beinamen die Große.
Ihr Leben war nicht nur von Visionen erfüllt, denn sie sah ihre Hauptaufgabe im Dienst am Nächsten.
Gegen Ende ihres Lebens war sie 22 Wochen lang durch einen Schlaganfall an das Bett gefesselt. Gertrud von Helfta starb mit 46 Jahren am 13.11.1302. Dargestellt wird sie als Nonne mit einem feurigen Herzen mit Buch, Feder oder mit einem Kruzifix. Sie hat 7 Ringe an der rechten Hand. Ihr Festtag wird seit 1738 am 15.11., seit dem II. Vatikanum am 17.11. begangen. Da ihre Verehrung spät einsetzte, wurde sie erst 1677 heiliggesprochen.